home Festival-Insider, Gothic Festivals Wave Gotik Treffen 2019 – Festivalbericht Freitag, Tag 1

Wave Gotik Treffen 2019 – Festivalbericht Freitag, Tag 1

Wie die meisten der rund 20.000 Besucher reisen wir auch gern bereits am Donnerstag an. In diesem Jahr war das Wetter hier im Osten der Republik besonders warm und trocken. Allerdings lies der Wettergott am Anreisetag den Himmel grollen – bei Regenwetter und Gewitter kamen wir in Leipzig an. Bereits seit ein paar Jahren mieten wir uns immer kleine Wohnungen in Leipzig. Je älter man wird, umso empfindlicher wird man wahrscheinlich auch 🙂

Dafür ist das Bändchenholen umso entspannter. Kaum eine Schlange an der Agra. Insgesamt scheint hier noch nicht soviel los zu sein, das wird sich sicher am nächsten Tag schnell ändern.

Das Festivalprogramm verspricht wieder recht abwechslungsreich und anspruchsvoll zu werden. Anspruchsvoll vor allem deswegen, da die favorisierten Bands zu ähnlichen Zeiten in verschiedenen Locations spielen. Am Freitag stehen dabei bereits Pleasure Symbols, Void Vision, Hell Boulevard, October Burns Black, Absurd Minds, Tempers, Hante und In Strict Confidence auf dem Wunschplan, was (wie immer) ein fast unmögliches Unterfangen werden wird.

Hell Boulevard

Den Festivalauftakt machten in diesem Jahr die Jungs von Hell Boulevard. Schöner Gothic-Rock, der manchmal etwas nach Lord Of The Lost klingt (mag natürlich auch am gleichen Genre liegen oder an der Produktion durch Chris „The Lord“ Harms) und nie langweilig wird. Die 2014 aus der Asche von Lost Area entstandene Band um Bandleader Matteo vDiva Fabbiani hat mittlerweile das zweite Album „In Black We Trust“ veröffentlicht, von dem sie auch viele Titel live auf dem Wave Gotik Treffen spielten.

Beim Auftritt im Täubchenthal durfte auch Florian Grey beim Song „Zero Fucks Given“ mit auf die Bühne, den er gemeinsam mit Matteo singt.

October Burns Black

Die Band October Burns Black steht ebenfalls für klassischen Gothic Rock. Im Oktober 2018 haben sie ihre Debut EP „Fault Line“ veröffentlicht. Die Bandmitglieder sind keine Neulinge in der Szene: James am Bass kommt von „The Wake“, Sänger Ger Egan von der Band „This Burning Effegy“, Lars an der Gitarre von „Sweet Ermengarde“ und Thommy (ebenfalls Gitarre) von der norwegischen Band „Long Night“. Livedrums werden von Simon gespielt, der schon bei den legendären „Fields Of The Nephilim“ hinter dem Schlagzeug saß.

Von October Burns Black können wir sicherlich noch einiges erwarten!

Absurd Minds

Mit der dritten Band an diesem Tag schweifen wir etwas ab in mehr elektronische Gefilde. Mit Future und Elektro-Pop ist die Leipziger Band Absurd Minds bekannt geworden. Besonders das letzte Album „Tempus Fugit“ war ein Highlight ihrer mittlerweile über 20-jährigen Karriere.

Im Leipziger Westbad präsentierten die drei Künstler ein tolles Konzert zum Mitsingen und Mittanzen.

Tempers

Die Tempers scheinen direkt aus den 80ern herüber gebeamt worden zu sein. In ihren grauen Overalls und mit den zum Jahrzehnt passenden Frisuren wirken Sängerin Jasmine und Bassgitarrist Cooper wie aus einer anderen Zeit entrückt. Da dies auch musikalisch durchaus ihren Stil wiederspiegelt, fühlt man sich an die gute alte Zeit aus den Anfängen von MTV und Viva erinnert. Mit reduzierter Show und ebenso gedimmter Beleuchtung konnten sich die Besucher ganz auf die Klänge der Musik der Tempers konzentrieren.

Das aktuelle Album der beiden Musiker heißt „Junkspace“ und ist im letzten Jahr bei BMG erschienen.

Fazit des ersten Tages

Wie schon erwartet konnten wir nicht alle gewünschten Konzerte besuchen. Das liegt zum Einen an den teilweise weit auseinander liegenden Locations aber auch auch der manchmal etwas überschätzen persönlichen Kondition. Das Highlight des ersten Tages war dabei tatsächlich der Opener des Festivals Hell Boulevard mit dem soliden und mitreißenden Auftritt im Täubchenthal.

Den Bericht vom zweiten Tag findet ihr hier.

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