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Konzertbericht: Poets Of The Fall im Columbia Theater Berlin

Poets Of The Fall ist eine finnische Alternative Rock Band aus Helsinki. Die 2003 gegründete Formation hat bisher neun Alben veröffentlich, von denen es über die Hälfte auf Platz 1 der finnischen Albumcharts schaffte. Einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg der Band hatte der Song ‚Late Goodbye‘, der für das PC-Spiel Max Payne 2 als Abspann und als wiederkehrendes Thema verwendet worden ist. Die Band erhielt in ihrer bisherigen Karriere zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den MTV Europe Music Award als ‚bester finnischer Act‘.

Nun besteht die Band bereits seit 15 Jahren, und dieses Jubiläum wollen sie natürlich zusammen mit ihren Fans feiern. Den Anfang ihrer Ultraviolet Tour machten sie in England und Finnland – Ende Oktober waren sie dafür auch in fünf deutschen Städten, unter anderem natürlich auch in Berlin. Das Album zur Tour, Ultraviolet erschien am 05. Oktober 2018.

Im schönen Berliner Columbia Theater versammelten sich hunderte Fans, um die beliebte finnische Band zu sehen. Das Konzert war nicht komplett ausverkauft, aber für einen Wochentag trotz allem sehr gut besucht. Pünktlich um 20.30 Uhr begannen Poets Of The Fall ihren Auftritt, eine Vorband spielte an diesem Abend nicht. Sie legten mit der Single ‚Dreaming Wide Awake‘ aus dem Jahre 2010 gleich richtig rockig los und viele der Fans sangen von Beginn an mit. Das war am Anfang schon mal deutlich weniger poppig als erwartet. Vom ersten Ton an war die Stimmung toll, und das sollte bis zum Schluss so bleiben. Mit ‚Dancing On Broken Glass‘ folgte dann der erste neue Song, der mich etwas an den Sound von Sunrise Avenue erinnerte. Später folgte der Instrumental Song ‚Rogue‘. Sänger Marko Saaresto sagte, es ist einer seiner Lieblingssongs, weil er nicht singen muss. Außerdem fügte er hinzu, dass Berlin eine seiner Lieblingsstädte ist, und er froh ist, wieder hier zu sein.

Weiter ging es mit Musik – als Nächstes folgte ein wunderschöner Acoustic Song, danach ging es mit einer Ballade weiter, bei der die Fans gebeten wurden, mit ihren Smartphones Licht zu machen. Es war ein schöner Anblick, als hunderte Fans die Arme schwenkten. Wie abwechslungsreich die Musik ist, merkt man auch am Song ‚Brigther Than The Sun‘ – der Song beginnt total ruhig mit Acoustic Gitarre und endet in einem coolen Rocksong mit E-Gitarre. Bei diesem Song ging Publikum besonders aus sich heraus – natürlich perfekt von Sänger Marko dazu animiert. Bei den schnelleren Songs des Abeds sprang die Band regelmäßig mit den Fans um die Wette. Nach siebzig Minuten ging ein tolles Konzert zu Ende.

Es gab Riesenjubel von den Berlinern. Die Band kam dann ziemlich schnell zurück und fragte: „Seid ihr bereit für mehr …“ ? Und natürlich war Berlin bereit. Es folgten vier weitere Songs, darunter mit ‚Carnival Of Rust‘ und ‚Locking Up The Sun‘ zwei Klassiker der Band. Dabei klatschten die Fans gemeinsam – von der ersten bis zur letzten Reihe. Marko sagte: „Berlin, es ist so toll heute Abend“ und die Band verabschiedete sich dann kurz nach 22:00 Uhr mit der Ballade ‚Choir Of Cicades‘.

Setlist Poets Of The Fall

  1. Dreaming Wide Awake
  2. Dancing on Broken Glass
  3. False Kings
  4. Temple of Thought
  5. Rogue
  6. Standstill
  7. The Sweet Escape
  8. Brighter Than the Sun
  9. My Dark Disquiet
  10. Cradled in Love
  11. War
  12. Choice Millionaire
  13. Lift
  14. Daze
  15. Locking Up the Sun
  16. Carnival of Rust
  17. Choir of Cicadas

Unser Fazit: Ein tolles Konzert mit typisch finnischem, aber eigenständigem Sound. Nur manchmal bleibt die Ähnlichkeit mit The Rasmus und Sunrise Avenue nicht verborgen. Die vielseitige Stimme und die markanten Gesten und Tanzeinlagen machen Poets Of The Fall einzigartig. Weil heute Abend auf eine Vorband verzichtet wurde war es ein sehr kurzer Konzertabend. Aber das ist manchmal gar nicht so schlecht und man hat noch genügend Kraft für die nächsten Konzerte.

Galerie

Weitere Informationen:

https://poestofthefall.com

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Marko

Marko ist Redakteur bei Gothic Empire und freut sich auch über euren Besuch auf seiner Website www.pix666.de, bei Facebook unter https://www.facebook.com/www.pix666.de/ oder auf Instagram: https://www.instagram.com/pix.666/