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Konzertrückblick: Night Nail, Traitrs, Holygram – Berlin, 16.2.2019

Die Band Holygram kann schon in ihrer ersten Headliner-Tour von einem ausverkauften Haus spielen. Mit dabei sind heute Abend Night Nail und die Traitrs, weitere Acts aus dem Post-Punk Genre, um dem Publikum schon vorher richtig einzuheizen. Die Bands sind im Club „Urban Spree“ zu Gast, der schon für seine Konzerte vieler Post-Punk Bands in Berlin bekannt ist. Auf dem RAW-Gelände, wo der Club seinen Sitz hat, befinden sich viele Konzert- und Clublocations in einer einmaligen, trashigen Party-Zone.

Night Nail

Night Nail sind eine junge amerikanische Band, die ihren Lebensmittelpunkt jedoch mittlerweile in Berlin hat. Das Album „LA Demons“ mit sieben Tracks wurde im Jahr 2018 veröffentlicht. Sänger Brandon hat eine sehr klare, tiefe Stimme, die hervorragend zum Musikstil der Band passt.

Das Konzert startet sehr pünktlich. Die beiden Musiker betreten die Bühne des kleinen Clubs. Noch ist der Raum nicht vollständig mit den Gästen des ausverkauften Abends gefüllt. Brandon und Justin starten sofort mit dem ersten Song „Walls Colapse“ und können damit schon den ersten Applause ernten. Die Musik passt perfekt zu den anderen zwei Bands des Abends und Night Nail treffen somit auf ein Publikum, dass gut auf sie eingestellt ist. Man merkt ihnen dabei kaum an, dass sie noch nicht soviel Bühnenerfahrung besitzen. Nach sieben Tracks ist das Set zu Ende und Night Nail werden mit viel Beifall verabschiedet.

Setlist

  1. Walls Collapse
  2. Her Gallows Humor
  3. LA Demons
  4. Never Dream
  5. Little Armenia
  6. Shadow Song
  7. Hollow Day

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Traitrs

Mit den Traitrs betrifft eine schon erfahrenere Band die kleine Bühne. Im „Urban Spree“ müssen sich die Künstler dafür immer etwas durch das Publikum „kämpfen“. Das ist vielleicht nicht immer leicht, dafür bekommt man die Bands hautnah zu spüren. Das Duo orientiert sich musikalisch an den späten 70ern und frühen 80ern und die Stimme von Sänger Sean-Patrick erinnert sehr an Robert Smith.

Das Set beginnt mit dem Titel „Pale“ und steigert sich zusehend mit jedem Titel in eine Show, die die beiden Musiker mit viel Energie und Körpereinsatz durchziehen. Wenn der Bass nicht ausreicht, stampfen und springen die Beiden auf der Bühne und zeigen, wie sehr sie ihre Musik zelebrieren. Die Fans quittieren die Titel mit viel Begeisterung und Applaus. Am Ende betonte Sean-Patrick noch einmal, dass die Bühne eigentlich zu klein für die Beiden sei. Tolle Band mit einem tollen Set. 

Setlist

  1. Pale
  2. Still From Her Sores
  3. Skinning
  4. Whitch Trails
  5. The Suffering Of Spiders
  6. Thin Flesh
  7. Hand Of Holy Fingers
  8. Youth Cults
  9. The Lovely Wounded

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Holygram

Holygram haben seit einiger Zeit für viel Interesse in der Post-Punk-Szene gesorgt. Nicht zuletzt seit ihrem Debut-Album „Modern Cults“ werden die Kölner als heißer Newcomer gehandelt. Auf ihrer ersten Headliner-Tour können Holygram nun beweisen, dass sie nicht nur als Support-Act für OMD und VNV Nation bestehen können. Holygram haben bisher eine EP und ein Album veröffentlicht. Dadurch sind sie bei ihrem Repertoire etwas eingeschränkt, lassen sich dies aber nicht anmerken.

Ohne ein Wort zu sagen beginnt das Konzert. Ich glaube, die Band macht sich den aktuellen Trend zu den 80er-Jahre-Sounds ziemlich zu nutze. Mit cooler Sonnenbrille und einem Hang zum Indie-Outfit bieten Holygram gerade bei dem sehr gedimmten Licht einen Eindruck, als hätte sie eine Zeitmaschine direkt in den Backstage-Raum gebeamt. Dass sie doch echt sind, zeigen dann aber die leichten technischen Probleme wie der nicht richtig funktionierende Monitor-Lautsprecher. In rund einer Stunde spielen sie dann auch ihr gesamtes Programm, heben sich aber noch zwei Titel für die Zugabe auf.

Mehrfach bedankt sich der Sänger Patrick beim Publikum. Die Band bietet den Zuschauern ein in sich absolut stimmiges in tiefes Blau und Nebel gehülltes Programm, das schon fast ein wenig surreal wirkt. Das Publikum feiert und tanzt. Leider springt der emotionale Funke bei uns nicht ganz so über, vielleicht liegt es an der (gewollten?) Distanz durch wenig Kontakt zum Publikum. Wir werden die Band weiter beobachten und sind gespannt auf ihre weitere Entwicklung.

Setlist

  1. Into The Void
  2. Modern Cults
  3. A Faction
  4. 4. Signals
  5. Dead Channel Skies
  6. Hideaway
  7. Daria
  8. Acceleration
  9. Still There
  10. Odd Neighbourhood
  11. Distant Light
  12. 1997
  13. She’s Like The Sun

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Galerie

Weitere Informationen:

Night Nail: https://music.nightnail.com/

Traitrs: https://traitrs.bandcamp.com/

Holygram: https://holygram.bandcamp.com/

Schlagworte:

Redaktion

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