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Wave-Gotik-Treffen – Tag 4

„Anstehen“ schien das Motto zu diesem Wave-Gotik-Treffen zu sein: so viel mussten wir noch nie warten! Dies bedeutet, dass man sich schon recht lange vor dem gewünschten Konzert am Veranstaltungsort einfinden musste. Selbst erlebt haben wir das vor allem im Täubchental und im alten Landratsamt, wo wir teils gar nicht mehr oder erst nach einer Stunde warten und mit ganz viel Glück noch Einlass fanden. Ob dies an zu wenig Headlinern, schlechter Verteilung der Bands auf die kleineren Locations oder einfach nur am schlechten Wetter lag, lässt sich schwer beurteilen. Natürlich kann eine Ursache auch die gestiegene Anzahl Besucher zum Jubiläums-WGT gewesen sein – immerhin wurden wohl rund 23.000 Karten verkauft. Das sind rund 3.000 mehr als im letzten Jahr, was neben den Veranstaltern besonders die Hotels und Einzelhändler gefreut haben dürfte.

Ausstellung 25 Jahre Wave-Gotik-Treffen

Am Nachmittag und auch wegen des kalten Wetters wollten wir uns noch etwas Kultur gönnen. Nachdem wir am Vortag bereits im stadtgeschichtlichen Museum die sehr interessante Ausstellung zu 25 Jahren Wave-Gotik-Treffen gesehen hatten, wollte wir uns noch eine weitere Ausstellung besuchen. Für den geschichtlich interessierten Besucher sollte bis Montag noch in der ehemaligen StaSi-Zentrale eine Ausstellung über die Gruftis und Punks in der DDR stattfinden. Leider war davon am Montag schon nichts mehr zu erkennen. Lediglich die dort auch üblicherweise gezeigten Räume waren zugänglich.

Um die Stimmung wieder etwas aufzuheitern, besuchten wir anschließend die Moritzbastei. Tagsüber findet dort während des Wave-Gotik-Treffens immer ein kleiner aber feiner Mittelaltermarkt statt, der auch für Nicht-Festival-Besucher gegen Eintritt zugänglich ist. Die Moritzbastei ist ein sehr schöner Ort für Konzerte, um etwas zu trinken oder zu essen. Ein kleiner Abstecher dorthin hat sich aber allemal und vor allem auch wegen dem leckeren Met gelohnt.

Das in der Nähe der Agra gelegene Heidnische Dorf war an diesem Montag sehr gut besucht, was natürlich auch an den musikalischen Darbietungen am Nachmittag und dem großen Angebot an Speis und Trank sowie dem reichhaltigen Sortiment von Bekleidungen und Accessoires lag.

Auch eine letzte Shoppingtour in der Agra ließen wir uns nicht entgehen, wenngleich auch neben dem Poster zum 25. WGT uns nichts weiter besonders begeistern konnte. Immerhin ziert dieses Poster nun unser Schlafzimmer und sorgt immer wieder für Vorfreude auf das nächste Jahr.

Um auch das letzte Konzert des Wave-Gotik-Treffens noch zu sehen, begaben wir uns ca. 21:00 Uhr zum alten Landratsamt. „Pink turns Blue“ gab es dort zu hören. Vermutlich kamen sehr viele Besucher auf diese Idee, denn die Schlange davor war bereits ca. 50 m lang. Auch verließen nach dem vorletzten Auftritt kaum Besucher die Location. Fast verzweifelt und nur mit ganz viel Glück schafften wir es dann jedoch noch ungefähr 5 Minuten nach Komzertbeginn in die schön sanierte Konzerthalle und erlebten eine wirlich tolle Show mit drei Zugaben.

Für unsere Redaktion war damit das 25. WGT ein insgesamt schönes Erlebnis mit kleineren Enttäuschungen und einem nicht so tollen Wetter. Natürlich freut man sich bereits auf 2017, um alten und neue Bands wieder zu sehen und die Freunde und Leute, die man jedes Jahr auf dem Wave-Gotik-Treffen kennen lernt wieder zu sehen!

Redaktion

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