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Konzertreview: In Strict Confidence & Coma Alliance, Hamburg

In Strict Confidence

In Strict Confidence ist eine deutsche Electro Band, die vor über 25 Jahren gegründet wurde. Das aktuelle Album heisst „Hate2Love“ und stammt aus dem Jahr 2018.

Um etwa 19.50 Uhr betrat die Band die Bühne. In Strict Confidence waren zu dritt und Hamburg. Ihre Performance wurde durch zwei Videowände optisch gut untermalt. Das Konzert begann mit dem Song „My Despair“ aus dem Jahr 2009. Der Sound war toll und die Markthalle schon ganz gut gefüllt. Sänger Dennis, der natürlich seine markante Mütze trug sagte, dass seine Band zum gefühlt 400. Mal in Hamburg spielen. Auf die Frage „Geht’s euch gut“? folgte großer Jubel vom Publikum. Sowohl in der Mitte der Halle, als auch den erhöhten Stufen an den Seiten und Hinten bewegen sich sehr viele gleich von Beginn an. Der coole Electro Sound mit den dezenten Gitarrenriffs von Haydee Sparks lud ganz einfach zum Tanzen ein. Bei manchen Songs war der Gitarreneinsatz auch mal etwas heavier. Bei „Set Me Free“ wurde dann an der passenden Stelle heftig mitgeklatscht. Als Nächstes kam dann „Morpheus“ aus dem Jahre 2012. Die EP zu diesem Song gibt es auch in einer Vinylversion. Leider kam der Frauengesang heute nur vom Band. Dann gab es eine Zeitreise ins Jahr 2000. Seit fast 20 Jahren ist der Song „Zauberschloss“ live im Programm, „und wird es bestimmt auch noch die nächsten zwanzig Jahre sein“, fügte Dennis hinzu. Bei diesem Song legte Haydee ihre Gitarre beiseite und legte einen tollen Tanz hin. Nach etwa 50 Minuten beendeten In Strict Confidence mit „Prediction“ von 1999 einen durchweg gelungenen Auftritt und haben das getan, was sie sollten – die Massen in der nun sehr gut gefüllten Hamburger Markthalle in Stimmung bringen, bevor der Headliner an der Reihe war.

Setlist In Strict Confidence

  1. My Despair
  2. Used And Abused
  3. Kiss Your Shadow
  4. Forbidden Fruit
  5. Mercy
  6. Seven Lives
  7. Set Me Free
  8. Morpheus
  9. Engelsstaub
  10. Zauberschloss
  11. Somebody Else’s Dream
  12. Prediction

Coma Alliance

Coma Alliance ist das gemeinsame Projekt von Adrian Hates (Diary of Dreams) und Torben Wendt (Diorama). Immer wieder kreuzten sich in den vergangenen Jahrzehnten die Wege der beiden Musiker. 2016 gab es dann die erste Tour unter dem Projektnamen Coma Alliance. Damals als unabhängige Auftritte von Diary of Dreams und Diorama mit wechselseitigen Gastauftritten konzipiert. Im Januar 2019 gingen die Beiden einen Schritt weiter. Coma Alliance spielen in 7 Städten in Deutschland und in 2 Städten in Russland – als Band mit einer gemeinsamen Bühnenshow. Das Debut-Album “Weapon of Choice” ist Ende 2018 erschienen. Bei ihren Auftritten spielen sie außer Songs vom gemeinsamen Album auch Songs von Diorama und Diary Of Dreams.

Nach 30 Minuten Pause ging es dann los. Das Konzert wurde von zwei Songs vom „Weapon Of Choice“ Album eröffnet, ehe dann mit „Decipher Me“ vom Album „Hell In Eden“ der erste Diary Of Dreams Song erklang. Von Beginn an war mega Stimmung. Dann war Torben bei „Ignite“ völlig in Ekstase – er konnte sich auch vorher hinter seinem Keyboard schon kaum zurückhalten, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Dann war Adrian wieder an der Reihe und die Hamburger Markthalle kochte schon zu Beginn des Konzertes. Nun wurde fast in der ganzen Markthalle getanzt, auch ganz hinten auf den Treppen. Das sah echt cool aus – ähnlich wie in einer riesigen Discothek. Dann mischte sich rhythmische klatschen unter die Musik. Die Videoprojektion auf vier Leinwänden, das Licht, der Nebel und die Musik – alles war eine perfekte Einheit. Nun richteten die Musiker einige Worte an die Fans: „Wir sind eine neue Band – ‚Coma Alliance‘ – und wir haben uns nicht erschossen – mit der Pistole vom Albumcover – und begrüßen euch, Hamburg, und haben noch neue Songs vom Debütalbum mit.“ Auf der vierteiligen Videowand waren jetzt die Buchstaben C O M A zu sehen.

Der Auftritt war einfach nur toll, emotional und stimmungsvoll. Ein Fan nannte es sogar einen „musikalischen Orgasmus“. Wunderschöne sphärische Keys schallten dann bei „Son Of A Thief“ durch die Halle. Adrian wurde beim Singen durch energische „So sick“ -Schreie von Torben unterstützt. „Kein Mord“ sangen dann beide im Duett. Bei „Miracle“, färbte sich alles in ein tolles, rotes Licht. Später lagen sich die beiden Sänger während eines Songs sogar in den Armen – man merkte wieviel Spaß sie hatten. Bei „Butterfly Dance“ klatsche das ganze Publikum im Takt mit – das sah wundervoll aus. „Child of Entertainment“ wurde dann wieder im Duett gesungen. Es wurde immer wärmer in der der Markthalle. Nach dem sich die Band von den Hamburgern verabschiedet hatte, stampften alle mit den Füßen auf dem Boden und schrien nach einer Zugabe. Nach kurzer Zeit ging es mit „HLA“ – einem Diorama Song – weiter. Danach sagte Adrian: „ich hab“ auch noch einen“.

Auch vor der nächsten Zugabe stampften die Leute auf den Boden – dieses Mal noch lauter und energischer als zuvor – bis die Band erneut zurückkam. Es folgten drei weitere Songs – am Ende sang das Publikum ganz alleine den Refrain von „Traumtänzer“.

Die Fans waren total verzaubert, einige sagten danach: „Warum war ich gestern nicht auch schon in Oberhausen beim Konzert?“, andere berichteten von minutenlanger Gänsehaut. Wer das verpasst hat, sollte sich auf den Weg machen, eines der nächsten Konzerte der Tour zu besuchen – es lohnt sich!

Setlist Coma Alliance

  1. Unusual
  2. Royd
  3. Decipher Me
  4. Ignite
  5. Endless Nights
  6. Sepia
  7. Retaliation
  8. Trembler
  9. Starfruit
  10. Son Of A Thief
  11. Kein Mord
  12. Miracle
  13. Coma Surpreme
  14. Butterfly Dance
  15. Child Of Entertainment
  16. CA2
  17. HLA
  18. She
  19. Buttons
  20. Dark Vibes
  21. Traumtänzer

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