Endlich öffneten sich die Türen und das „Familientreffen“ auf dem Amphi konnte nach zweijähriger Pause wieder starten. Ein Festival, das sich nach Heimkommen anfühlt. Immer grandiose Bands, meist bestes Wetter, wenn auch dieses Jahr für meinen Geschmack etwas zu heiß, tolle Menschen, friedliche Menschen, Essen für jeden Geschmack, einzigartige Location mit Domblick, ein kleiner Strand wo Urlaubsfeelings aufkommen. Mehr braucht man auch nicht sagen. Jeder, der schon auf dem Amphi war, kennt diese Gefühle. Leider schafft man nicht, alle Bands anzusehen, hier nun meine kleine Bildergalerie:


Chemical Sweet Kid eröffneten am Samstag das Festival. Natürlich gab es auch freitags schon eine Pre-Party. Ungewöhnlich voll für diese unchristliche Uhrzeit rockten die Franzosen die große Bühne. Mit extravaganten Outfits brachten CSK die Menge ins Schwitzen.

Nachtblut folgten zur Mittagszeit und heizten auch ordentlich ein. Die Festivalbesucher tummelten sich unter den großen Schirmen vor der Hauptbühne, um ein schattiges Plötzchen zu ergattern. Großes Thema auf dem Amphi: Stagediving. Nachtblut machte den Anfang:

Stahlmann überraschte mit C02 Düsen und nebelten uns kräftig ein, mit wechselnder Bühnenshow erfreuten Sie ihre Fans und auch hier war die Stimmung fantastisch.

Die Letzte Instanz kamen mit einer Neubesetzung daher, der Bassist Michael Ende wurde von Ex-Stahlzeitmusiker Bora Öksüz abgelöst, der sichtlich viel Freude hatte, mit uns Fotografen zu spielen und auch so auf der Bühne seiner neuen Rolle gerecht wurde. Es war ein Genuß, der Band zuzusehen.

Solar Fake spielten heute auch mit anderer Besetzung. Die Band musste leider auf Keyboarder André Feller verzichten und wurde von Multitalent Elliott Berlin vertreten, der auch viel Spaß bei seinem Auftritt zu haben schien und war dann gleich der Zweite an diesem Tag, der sich von den Händen des Publikums über die Menschen tragen ließ. Stagediving Part II

MESH hatten auch große Freude, auf der Amphi Bühne zu stehen. War doch auch der letzte Auftritt erst eine Woche her, die Lust zu Spielen hier noch nichtg vergangen. Ein zu Scherzen aufgelegter Frontmann Mark Hockings begeisterte uns alle.

Mono Inc. mit ihrer sympatischen Drummerin Katha Mia, ihren großen schwarzen Flügeln spielten auch mit voller Energie und Spaß. Martin Engler, der Kopf der Band, ging während des Auftritts auf den Rang der Festivalbesucher mit Behinderung und gab jedem einzelnen die Hand. Das war ein echter Gänsehautmoment.

VNV Nation, der Headliner an diesen ersten Festivaltag. Ronan Harris war auch sehr gut gelaunt und freute sich über Einhörner und irische Fahnen. Mit seinem Set rundete er den Festivaltag gekonnt ab, ein schöner Abschluss des von so vielen Menschen herbeigesehnten Amphi-Festivals. Für VNV-Nation ist es ja auch schon ein Stück nach Hause kommen.

Johnny Deathshadow mit sagenhaftem Make up bei diesen Temperaturen (Respekt dafür), gaben heute den Opener für Festival-Tag Zwei. Noch wärmer als am Vortag aber schon genauso gut besucht für vor 12 Uhr. Die Hamburger kamen bestimmt auch mächtig ins Schwitzen.

RROYCE – wie schon Solar Fake oder MESH –  spielten auch innerhalb einer Woche ihr 2. Festival und auch hier konnte man keine Langweile erkennen. Das Publikum einbezogen in die Bühnenshow, rockten die Herren am Sonntag die Mittagshitze.

Heldmaschine versteckten sich zuerst hinter Masken, zeigten dann aber ihr wahres Gesicht und präsentierten uns mit großem Spass ihre Show. Hier folgte nun Stagediving Part III:

Aesthetic Perfection bedarf nicht vieler Worte, das Outfit von Daniel Graves spricht für sich. Schriller kann man sich nicht für ein „schwarzes Festival“ anziehen. Sind wir seine extravaganten Styles zwar schon gewohnt, schafft es Daniel immer wieder eins draufzusetzten. Der Bandname ist Programm.

Suicide Commando unter der Flagge von Johann van Roy lieferten auch ein tolles Set ab. Der Inhalt der Songs passt ja eigentlich nicht zu einem Sommer-Festival, aber das störte hier niemanden.

Diary of Dreams können auf eine große Fangemeinde blicken, die sich auch merklich vor der Bühne tummelte. Es könnte aber auch ein Stück Neid dabei gewesen sein, denn der obligatorische Ventilator, den Adrian Hates immer auf der Bühne stehen hat, um seine Mähne schön im Wind flattern zu lassen, rief bestimmt bei dem ein oder anderen Festivalbesucher die Schweißperlen noch weiter auf die Stirn, heute war es unerträglich heiß.

Wisborg spielten Ihr Set im Theater bei angenehmen klimatisierten Temperaturen. Auch wenn die Jungs nicht für die nötige Abkühlung sorgten. Im düsteren Licht, der Sänger Konstantin Michaely mit Herzchensonnebrille und Nikolas Eckstein im Lederoutfit, konnten wir die Band zwar gut hören, aber weniger gut sehen. Den Drummer Luc Lacroix verschwand völlig im Nebel.