home Festival-Insider Konzertbericht: Rock For Roots Festival 31.8. – 1.9.2018 – Tag 2

Konzertbericht: Rock For Roots Festival 31.8. – 1.9.2018 – Tag 2

Der zweite Festivaltag begann um 13 Uhr bei bestem Wetter mit der Band Paganland. Die 2013 gegründete Band bot zur Mittagszeit angenehmen Neo Folk. Die Band lebt in Berlin, stammt aber aus dem Iran. Von dort stammen auch die außergewöhnlichen Instrumente, die die Band benutzt. Es war eine sehr interessante Performance mit Tänzerinnen und Schwertkämpfern.

Als nächste Band waren Deathstorm an der Reihe. Das war echt angenehmer Metal, den die vier schwarz gekleideten Herren anboten. Die Sonne schien jetzt direkt in die Bühne. Es herrschte eine gute Stimmung bei den etwa 100 Fans, die schon zeitig wach und fit waren. Der Besuch zu Beginn des Tages war besser als am Vortag. Als letzten Song spielte die Band den Titel ‚Ode‘, der auch auf dem aktuellen Album ‚The Unfathomable‘ der letzte Song ist.

Um 15 Uhr spielten Suremad, eine Pagan Black Metal Band aus dem Brandenburger Raum. Die Band war total interessant geschminkt. Die Fans kamen jetzt immer näher an die Bühne. Der Sound konnte sich wirklich hören lassen. Die Band freute sich, dass schon nachmittags so viele Fans da waren. Suremad präsentierten die Songs ihrer ersten EP ‚Todgeweiht‘.

Mit der nächsten Band, Ferndal, kam optisch Abwechslung auf die Bühne. Zwei der Musiker waren in Rot gekleidet. Sie hatten auch als einzige Band des Festivals ein Cello dabei. Auch Fackeln waren als Dekoration auf der Bühne zu sehen. Die vor etwa 2 Jahren gegründete, aus Münster stammende Band hatte den Fans  Songs vom aktuellen Album mitgebracht. Es war eine wunderbare Mischung aus Black Metal und ruhigen klassischen Elementen.

Daily Insanity aus Berlin waren als Nächstes dran, schon einige Zeit vor dem Auftritt ist ihr schönes, großes Backdrop aufgefallen, dass hinter den Drums platziert war. Die Band bot tollen Heavy und Trash Metal. Die drei Musiker animierten mit ihrer Musik das Publikum zum Headbangen und Luftgitarre spielen.

Die 2012 gegründete Band Craving begann dann um 18 Uhr mit ihrem Auftritt. Sie spielten schnellen Death Metal mit einigen keltischen Einflüssen. Der coole Gesang und Sound beeindruckten sehr und lockten immer mehr Headbanger vor die Bühne. Die Band harmonierte super miteinander und hatte das Publikum in Nauen im Griff.

Die Death Metal Band Bloodland aus Sachsen Anhalt bot eine tolle, energiegeladene Show. Einige Fans schüttelten ihre langen Metal Mähnen während des gesamten Auftritts. Das passte gut zu der sehr schnellen Musik. Es war ein sehr kurzweiliger Aufritt, bei dem die Zeit wie im Fluge verging.

Nun wurde es Dunkel in Nauen und die Band Crimson Moon war an der Reihe. Die Band wurde bereits vor über 20 Jahren gegründet und stammt aus Baden-Württemberg. Sie nennen ihre Musik Occult Metal. Auffällig neben dem klaren Sound waren die Kapuzen, die die Musiker während des Auftritts trugen. Das waren tolle 40 Minuten Metal.

Weiter ging es mit der Band Eis. Das war feinster Black Metal mit deutschen Texten. Die Band hat bisher 5 Alben veröffentlicht, die ersten 3 davon unter dem Bandnamen Geïst, den sie 2010 aus rechtlichen Gründen ablegten. Man merkte ihnen live die langjährige Erfahrung an. Das hat dem Nauener Publikum total gefallen. Alle, die diese Band verpasst haben, bekommen dieses Jahr noch einige Chancen, ein Live Konzert der Männer aus Porta-Westfalica zu erleben.

Dann gab es die wohl größte Enttäuschung des Festivals. Der Auftritt der Band Northgard ist ausgefallen. Es gab scheinbar Probleme mit einer oder mehreren Gitarren. Das war wirklich schade, da einige der Fans extra wegen Northgard angereist waren.

Durch diesen unvorhergesehenen Ausfall begann der Auftritt des Festival Headliners Asphyx früher als geplant. Die Band aus den Niederlanden hat in diesem Jahr bereits zahlreiche Konzerte in ganz Europa gespielt. Eins davon fand einen Tag vor ihrem Auftritt in Nauen, in der Großen Freiheit in Hamburg statt. Sie wollten, dass das Publikum in Nauen lauter ist, als das in Hamburg. Damit sorgten sie natürlich für ordentlich Stimmung und Lautstärke unter den Zuschauern. Jetzt waren auch endlich fast alle Zuschauer direkt vor der Bühne, und es herrschte richtige Festivalstimmung. Asphyx boten ein tolles Konzert und einen würdigen Abschluss des Rock For Roots 2018.

Setlist Deathstorm: 1. Light to few. 2. Ascend. 3. Gateway. 4. Land of severity. 5. Benefactor. 6. Ode

Setlist Ferndal: 1. Ferndal 2. In die Freiheit 3. Bringer der Leere (vom neuen Album, Release 30.11.) 4. Ein später Gast

Setlist Eis: 1. Einst war es Wein 2. Über den Bannstein 3. Galeere 4. Durch lichtlose Tiefen 5. Mann aus Stein 6. Kainsmal

Setlist Daily Insanity: 1. The Old One 2. Pixel Your Life 3. The Doc 4. Death 5. Violate 6. Conspiracy 7. Warchild

Setlist Suremad: 1. Todgeweiht 2. Barriere des Seins 3. Der Zeiten Tribut 4. Wilde Jagd 5. Nekrosis 6. Das Erbe

Setlist Craving: 1. Spirits Of The Dead 2. Penelope’s Prayer 3. Sons Of The Rebellion 4. Wielder Of Storms 5. Hellraiser 6. Wenn der Wind sich dreht 7. Game Of Thrones

Setlist Crimson Moon: 1. Oneironaut 2. Urilian worm 3. Sender of Nocturnal Visions 4. molding of a spell 5. under the serpentine spell

Unser Fazit: Dieses Festival in einer wunderschönen Location hat auf jeden Fall mehr Zuschauer verdient. Wir können alle Metal Fans nur dazu aufrufen, nächstes Jahr nach Nauen zu kommen. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Galerie Paganland

Galerie Deathstorm

Galerie Suremad

Galerie Ferndal

Galerie Daily Insanity

Galerie Craving

Galerie Bloodland

Galerie Crimson Moon

Galerie Eis

Galerie Northgard

Marko

Marko ist Redakteur bei Gothic Empire und freut sich auch über euren Besuch auf seiner Website www.pix666.de, bei Facebook unter https://www.facebook.com/www.pix666.de/ oder auf Instagram: https://www.instagram.com/pix.666/