Die Thüringer Avantgarde-Synthrocker ANTIAGE schlagen das nächste Kapitel ihrer noch jungen, aber bereits beeindruckenden Bandgeschichte auf: Am 15. Mai 2026 erscheint mit „Zenith of Decay“ die neue Single der Formation – und gleichzeitig der erste große Vorbote auf das zweite Studioalbum, das für Ende des Jahres angekündigt wurde.
Seit ihrer Gründung haben sich ANTIAGE in beeindruckender Geschwindigkeit aus dem Underground herausgespielt. Spätestens mit dem Gewinn des „Battle of the Bands“ vom Sonic Seducer sowie dem Sieg beim M’era Luna Newcomer-Contest wurde klar, dass hier eine Band am Werk ist, die weit mehr im Sinn hat als bloße Szenenzugehörigkeit. Auftritte bei Festivals wie dem M’era Luna, Stella Nomine, NCN oder zuletzt dem Summerside Festival in der Schweiz festigten ihren Ruf als außergewöhnliche Liveband.
Musikalisch bewegen sich ANTIAGE weiterhin zwischen elektronischer Dunkelheit, großen Rock-Melodien und cineastischer Dramatik. Während das Debütalbum „Aphrodisiac Odyssey“ noch deutlich von elektronischen Einflüssen geprägt war, wirkt das neue Material hörbar reifer, organischer und moderner. Besonders der Einstieg von Drummer Jodian Danage bringt zusätzliche Dynamik in den Sound der Band. Die Mischung aus druckvollen Synths, hymnischen Gitarren und der markanten Stimme von Frontmann Kaa Soleil entwickelt auf „Zenith of Decay“ eine intensive Atmosphäre zwischen Melancholie, Größenwahn und emotionaler Wucht.
Auch optisch bleibt die Band ihrem hohen Anspruch treu. Über 150.000 Views auf ihre cineastischen Musikvideos und mehr als 1,2 Millionen Streams sprechen längst für sich. Dabei inszenieren ANTIAGE nicht nur Songs, sondern ganze Welten – irgendwo zwischen futuristischer Dekadenz, düsterem Artrock und modernem Alternative-Sound.
Mit der neuen Single scheint die Band nun endgültig den nächsten Schritt gehen zu wollen. Nach der Trennung von Infacted Recordings setzen ANTIAGE auf musikalische Weiterentwicklung und internationale Ambitionen. „Zenith of Decay“ könnte sich dabei als entscheidender Meilenstein erweisen.
Wir sind gespannt, was uns das kommende Album noch liefern wird.
Alle Links zum ANTIAGE: antiage-music.com
Zum Release der neuen Single haben wir mit der Band ein kurzes Interview geführt:
Gothic Empire:
„Zenith of Decay“ wirkt deutlich organischer und rockiger als euer früheres Material. Wie bewusst war diese musikalische Weiterentwicklung?
ANTIAGE:
Zum einen hat natürlich der Einstieg unseres Drummers Jodian Danage viel verändert. Dadurch ist der Sound automatisch organischer geworden. Gleichzeitig war die professionelle Studioaufnahme diesmal ein großer Faktor. Wir haben erstmals intensiv mit einem Produzenten gearbeitet, was dem gesamten Song eine deutlich schärfere und lebendigere Dynamik gegeben hat.
Gitarrenlastige Songs gab es bei uns zwar auch früher schon, aber durch die Produktion wirkt jetzt alles direkter, organischer und wahrscheinlich auch insgesamt rockiger.
Gothic Empire:
Eure Musik verbindet elektronische Klangwelten mit großen Rock- und Glam-Einflüssen. Welche Künstler oder Alben haben den neuen Sound besonders geprägt?
ANTIAGE:
Eigentlich haben uns keine neuen Künstler plötzlich in eine andere Richtung gedrängt. Es sind eher die üblichen Verdächtigen, die unseren Sound schon die ganze Zeit prägen, allerdings oft mehr als einzelne Persönlichkeiten als als komplette Bands. Dazu zählen für uns zum Beispiel David Bowie, Queen oder Elton John, aber genauso Depeche Mode oder Marilyn Manson.
Dieser Glam-Touch hat sich über die Jahre auch immer stärker durch unsere Liveshows eingeschlichen. Gerade auf der Bühne spielen wir bewusst mit dieser Ästhetik und überzeichnen sie teilweise auch ein Stück weit.
Gothic Empire:
Ihr habt in kurzer Zeit große Festivalbühnen erobert. Gab es einen Moment, in dem euch klar wurde: ANTIAGE funktioniert auch weit über die Szene hinaus?
ANTIAGE:
Wir hatten eigentlich schon immer das Gefühl, dass unsere Musik nicht ausschließlich an eine bestimmte Szene gebunden ist. Das kam auch durch das wiederkehrende Feedback von Fans und Leuten, die unsere Shows gesehen haben. Uns wurde oft gesagt, dass ANTIAGE auch außerhalb der klassischen Szene funktionieren würde.
Ein echter Schlüsselmoment war dann aber unsere Show auf dem „Summerside Festival“ 2025 in der Schweiz. Dort haben wir plötzlich vor einem Publikum gespielt, das wir sonst kaum erreichen, also eher Rock- und Metalfans. Und genau dort hat die Show unglaublich gut funktioniert. Das war für uns die Bestätigung für etwas, das wir eigentlich schon die ganze Zeit gespürt haben.
Gothic Empire:
Mit euren Videos und eurem gesamten Auftreten erschafft ihr ein starkes visuelles Konzept. Wie wichtig ist euch die Verbindung aus Musik und Ästhetik?
ANTIAGE:
Das war von Anfang an unser Credo: Das Auge isst mit. Für uns ist Musik nicht nur etwas, das man hört, sondern etwas, das man komplett erleben soll. Kunst ist im besten Fall allumfassend und genau dieses Gefühl wollen wir auf möglichst alle Bereiche übertragen, in denen ANTIAGE stattfindet.
Deshalb waren Ästhetik, visuelle Konzepte und die gesamte Atmosphäre rund um die Musik für uns nie bloß Beiwerk, sondern immer ein zentraler Teil der Band.
Gothic Empire:
Was könnt ihr uns bereits über das kommende zweite Album verraten – und wohin soll die Reise von ANTIAGE 2026 noch führen?
ANTIAGE:
„Wie einst John Travolta auf der Tanzfläche, bewegen sich ANTIAGE mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit über alle Genregrenzen hinweg durch die Musikwelt.“ Mit diesem Satz wurde einmal eine unserer Shows beschrieben und wir finden eigentlich, dass das auch sehr gut zusammenfasst, wohin sich das zweite Album entwickeln wird.
Wir haben nie den Anspruch gehabt, uns künstlich auf ein bestimmtes Genre zu begrenzen. Genau dieses freie Bewegen zwischen unterschiedlichen Einflüssen wird auf dem kommenden Material wahrscheinlich noch deutlicher hörbar werden.
Außerdem starten wir am 23.05.2026 beim Dark Affair in Leipzig in die neue Livesaison und freuen uns extrem darauf, die nächsten Schritte endlich wieder auf die Bühne zu bringen.
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