​Es ist wieder so weit: Wenn die Kölner Skyline plötzlich von mehr Spitze, Lack und Leder dominiert wird als von Domspitzen, dann verwandelt sich der Tanzbrunnen wieder in das Mekka der Düsternis. Das Amphi Festival steht vor der Tür und wir haben direkt die wichtigste Nachricht für alle Kurzentschlossenen: Nichts geht mehr. Das Festival ist offiziell ausverkauft. Wer jetzt noch kein Ticket hat, kann höchstens versuchen, sich als dekorative Fledermaus an den Zaun zu hängen – aber selbst da dürften die Plätze knapp werden.

Was euch erwartet: ​Obwohl wir uns alle gerne einreden, dass wir nur wegen der tiefgründigen Lyrik kommen, wissen wir: Es geht um das Gesamtpaket. ​

Location: Der Tanzbrunnen Köln – der einzige Ort, an dem man 30 Grad im Schatten in einem bodenlangen Samtmantel als „angemessene Sommerkleidung“ bezeichnen kann. ​

Line-up: Von stampfendem EBM, der die Rheinschiffe zum Schwanken bringt, bis hin zu Synthie-Pop, der selbst den härtesten Grufti heimlich mitsingen lässt. ​

Publikum: Eine gesunde Mischung aus Cyber-Goths (die in der Sonne glitzern), viktorianischen Herrschaften (die in der Sonne schmelzen) und Old-School-Punks (denen die Sonne egal ist, solange das Bier kalt ist). ​

Das „Überlebens-Kit“ für Köln: ​Da das Gelände ausverkauft ist, wird es kuschelig. Hier ein paar sachliche Ratschläge für ein reibungsloses Wochenende: ​Hydration ist kein Mythos: Auch wenn Met wie Grundnahrungsmittel wirkt – zwischendurch mal ein Wasser schadet nicht, sonst sieht man am Sonntagabend nicht mehr aus wie „mystisch-bleich“, sondern eher wie „dehydrierter Zombie“. Dafür gibt es auch dieses Jahr wieder die tollen Trinkwasserspender.

Hier das Line up: 

Samstag:

Calva Y Nada, Das Ich, Diana Summer, Echoberyl, Escape with Romeo, Florian Grey, Harpyie, Heldmaschine, Mono Inc, Pink turns Blue, Rue Oberkampf, Selofane, Silent Runners, Solar Fake, Soror Dolorosa, Soulbound, The Exploding Boy, Twin Noir, VNV Nation, Whispers in the Shadow.

Sonntag:

Assemblage 23, Chrome, Clan of Xymos, Diary of Dreams, Eisbrecher, Emmon, Empathy Test, Extize, Industrial Dance Video Project, Joachim Witt, Kllsgnl, Lebasnon Hanover, Motel Transilvania, Paradox Obscur, Potochkine, Rotersand, Schattenmann, SIIE, Solitary Experiments, The Sweet Kill, Welle:Erdball

Und nicht zu vergessen:

Die MS RheinEnergie: Wer den Wellengang auf der Bühne im Schiff genießen will, sollte frühzeitig da sein. „Ausverkauft“ bedeutet nämlich auch, dass die Schlange am Einlass zum Schiff länger sein könnte als die Diskografie von Depeche Mode. ​Fazit: ​Das Amphi Festival 2026 verspricht eine gigantische Party zu werden. Die Stimmung wird – trotz oder gerade wegen der schwarzen Kleidung – blendend sein. Wir freuen uns auf dröhnende Bässe, beeindruckende Outfits und die Tatsache, dass Köln für zwei Tage ein bisschen weniger bunt, aber dafür viel schöner düster ist. ​Wir sehen uns am Tanzbrunnen – wir sind die in Schwarz!

Für alle, die jetzt kein Ticket ergattert haben: Der VVK für 2027 beginnt mit den Early Bird Tickets kurz nach dem Amphi, denn nach dem Amphi ist vor dem Amphi!

Eure Chance für 2027: https://www.amphi-shop.de/de/

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